Der wirtschaftliche Aufstieg ChinasSo ist China tatsächlich zur Wirtschaftsmetropole aufgestiegen
Sonderwirtschaftszonen, Hightech-Zonen, Konkubinenwirtschaft - all dies führte zum modernen China, das heute zu den stärksten Wirtschaftsmächten der Welt gehört
Mit Beginn der Wirtschaftsreform in China 1978/79 wurde der chinesische Markt schrittweise immer weiter für die Außenwelt geöffnet. Im Laufe dieser wurden einige Sonderwirtschaftszonen (bestimmte Gebiete erhalten über einen befristeten Zeitraum hinweg einen wirtschaftlichen Sonderstatus/Vorteil, um Investitionen für diese Gebiete zu erhöhen) eingerichtet und viele Küstenstädte für den Außenhandel geöffnet. Die Sonderwirtschaftszonen haben dabei folgende Bedeutung: Sie dienen als Versuchsgebiet für die soziale Marktwirtschaft in China. Geht etwas bei dem Versuch daneben, wirkt sich das nur auf diese Zonen aus, nicht auf das ganze Land. Geht alles gut, kann diese Erfahrung auf das ganze Land ausgeweitet werden. Außerdem sind die Sonderzonen die ersten Öffnungsgebiete für den Außenhandel gewesen. Die Öffnung und Einrichtung der Zonen geschah etwa zwischen 1979 bis 1990. Des Weiteren wurden 1992 Grenzstädte sowie Provinzhauptstädte geöffnet, es wurden zollfreie Zonen eingerichtet und technische Erschließungszonen, um Technologie importieren zu können. Heutzutage gibt es 49 wirtschaftlich-technische Erschließungszonen und über 50 sogenannte Hightech-Zonen in China. Die chinesischen Hightech-ZonenAb 1986 kam den chinesischen Hightech-Zonen große Bedeutung zuteil. Mit Hilfe eines Plans zur Forschung und Entwicklung für Hightech werden in den Zonen die meisten Forschungsprojekte aus den neueren Technikbereichen industriell verarbeitet. Neue Entwicklungen sollen hier getestet und gegebenenfalls hergestellt werden; außerdem soll die chinesische Hightech-Branche so effektiv auf den internationalen Markt gebracht werden. Seit 1991 ist der wirtschaftliche Index in den Hightech-Zonen um mehr als 40 % jährlich gestiegen. Leider ist es momentan oft noch so, dass China zwar jede Menge Industrieprodukte herstellt, jedoch die Qualität nicht erhöht. Die Hauptsache ist, es wird viel produziert. Entwicklung auch in der chinesischen Wirtschaft und dem Schulsystem Doch nicht nur in den Hightech-Zonen sind Fortschritte zu erkennen. Seit Mitte der 90er Jahre wächst die gesamte chinesische Wirtschaft um konstant ca. 10 % pro Jahr. In der Weltwirtschaft steht China mit dem Bruttoinlandsprodukt auf Platz Zwei, während es bei den Ex- und Importbilanzen auf Platz Drei der Weltrangliste steht. Auch das Schulsystem ist in China relativ gut entwickelt, mit dem einzigen Manko, dass die Schulen Schulgeld verlangen. Gerade in den ländlichen, ärmeren Gebieten können sich die Eltern dieses Geld einfach nicht leisten. Die Regierung will früher oder später versuchen, das Schulgeld in den ländlichen Gebieten aufzuheben, um auch ärmeren Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Dennoch keine Entwicklung außerhalb der Sonderwirtschaftszonen Leider hat sich die chinesische Wirtschaft vorerst nur in den Sonderwirtschaftszonen gut entwickelt, die dort lebenden Menschen wurden schnell reich, da sie viel und vor allem verhältnismäßig gut bezahlte Arbeit fanden. An den ärmlichen Verhältnissen der Menschen, die außerhalb dieser Zonen oder gar in den riesigen ländlichen Gebieten lebten, änderte sich leider weiterhin nichts. Dies führte zu immer größer werdenden Migrationszahlen, ärmere Wanderarbeiter kamen und kommen auch heute noch in die Sonderwirtschaftszonen, um dort zu leben und zu arbeiten, obwohl das illegal ist. Um diesen Wanderungen entgegenzuwirken, wurden Projekte zur Erschließung des übrigen Landes begonnen. Es soll vor allem in die Infrastruktur investiert werden, um Transportwege auszubauen und damit Kosten und Mühen für Transporte zu senken. Außerdem wird es ausländischen Investoren schmackhaft gemacht, Teile von Firmen in die ländlicheren Gebiete zu verlagern. Ein weiterer Nachteil ist, dass einige Projekte gar nicht oder nur ungenügend von zuständigen Behörden geprüft werden. Sie werden einfach durchgeführt, wenn sie schnellen Gewinn versprechen. „Konkubinenwirtschaft“Um chinesische Unternehmen endgültig mit in den Aufstieg der Wirtschaft einzubinden, erfand eine Gruppe von Wirtschaftsplanern das sogenannte „Konkubinenwirtschaftssytem“. Dabei werden ausländische, vor allem aber westliche und japanische Unternehmen gezwungen, mit einem chinesischen Konzern zusammen ein Gemeinschaftsunternehmen zu bilden. Besonders in großen, weltwirtschaftlichen Bereichen wie zum Beispiel der Autoindustrie ist das für China von Vorteil, da die Regierung sich das beste Unternehmen aussuchen kann, was dann dafür sorgen wird, dass das chinesische Unternehmen auf dem Markt große Erfolge hat.
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